CEStronics Schließsystem im Franziskus Hospital, Bielefeld

36.000 Schließberechtigungen am PC verwalten

Eine organisatorische Meisterleistung war die Integration einer neuen elektronischen OMEGA ACTIVE-Schließanlage von CEStronics in den laufenden Klinikbetrieb des Franziskus Hospitals in Bielefeld. Für die bis dahin im Einsatz befindlichen, rund 30 Jahre alten mechanischen Zylinder waren kaum noch Ersatzteile lieferbar und die Dokumentation entsprach schon lange nicht mehr dem tatsächlichen Stand. Inzwischen sind in dem 378 Betten-Haus mit 850 Mitarbeitern 619 Elektronik-Zylinder montiert und nach einem ausgeklügelten Plan in Betrieb genommen. Rund 900 Transponder wurden ausgegeben und 36.000 Berechtigungen zentral am PC vergeben.


Die Projektierung und Montage der Anlage war ein gemeinsames Pilotprojekt von CEStronics und InSiTech, Verl, ein Unternehmen der Nüßing-Gruppe. „Die Zusammenarbeit mit den Profis von CEStronics und die sehr weitgehende Unterstützung bei diesem Erstauftrag als CEStronics-Objektfachpartner war eine gute Erfahrung, die auch zu einer hohen Kundenzufriedenheit geführt hat“, stellt InSiTech-Prokurist Zoran Dodic fest.

Die Möglichkeit, die OMEGA ACTIVE-Schließanlage online und ohne Besuch der Türen, zentral am PC verwalten zu können, war für Heinz-Dieter Otto, stellvertretender technischer Leiter des Franziskus Hospitals, ein entscheidendes Kriterium. Denn damit lassen sich Zeit und Kosten sparen, das Personal wird entlastet, der Betreuungsaufwand entscheidend reduziert.

Zutrittsberechtigungen und personenbezogene Zugangsoptionen können bequem am PC vorgenommen und mit Hilfe eingebundener Access Points direkt online über Funk an die Schließkomponenten an den Türen weitergegeben werden. Ereignisse an den Zugängen werden auf dem gleichen Weg zurück an die zentrale Software geleitet. Dazu Otto: „In unserer Klinik sind viele wechselnde Personen, Externe, Handwerker, Wartungs- und Servicedienste, Studenten oder nur vorübergehend Beschäftigte mit einer zeitlich begrenzten Zutrittsberechtigung auszustatten.“ Das heißt, Schließberechtigungen werden beispielsweise erst ab einem bestimmten Datum wirksam und nach Ablauf des Gültigkeitsdatums automatisch entzogen. So können Schließmedien auch vorzeitig ausgegeben, zum Beispiel verschickt werden, und ein Verlust oder die Nicht-Rückgabe des Schließmediums stellen kein Sicherheitsproblem dar.  

Die Auswertung der personenbezogenen Ereignisse darf im Franziskus Hospital nur bei konkreten Verdachtsmomenten in Abstimmung mit dem Betriebsrat erfolgen, eine permanente Kontrolle der Mitarbeiter wurde von vorne herein ausgeschlossen.

Die Software wurde von CEStronics flexibel nach Kundenwunsch modifiziert und angepasst. Es wurden beispielsweise zusätzliche Gruppen ergänzt und für jeden Mitarbeiter eine Referenzliste erstellt, aus der er entnehmen kann, für welche Türen er schließberechtigt ist. Auch das Schlüsselausgabeformular wurde modifiziert. Eine weitere Eigenschaft der CEStronics Software, das Einbinden von externen Clients, macht es möglich, das System auch dezentral zu überwachen und beispielsweise am Wochenende zeitlich begrenzte Zutritte für Service- oder Wartungspersonal zu vergeben.

Auf den Stationen sind alle Räume gesichert, zu denen Patienten und Besuchern der Zutritt verwehrt werden muss, weil zum Beispiel Patientendaten, Medikamente, Geräte oder private Gegenstände vor unberechtigtem Zugriff zu schützen sind. Das sind Arzt- und Schwesternzimmer, Lagerräume, Personal-Toiletten und Umkleideräume. Und darüber hinaus natürlich alle zentralen technischen und sicherheitsrelevanten Bereiche, wie OP-Räume, Labor- und Kühlräume, Küche usw.  

Mitentscheidend für die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit der neuen Schließanlage, so Zoran Dodic, war die schon sehr früh durchgeführte Information, zu der auch eine ausführliche Einweisung an den Geräten gehörte. Die Transponder wurden den Mitarbeitern vorab ausgehändigt, so dass sie die neue Technik am Tag der Umstellung direkt und sicher anwenden konnten. Betriebsleitung, Verwaltung und die Technik haben Active-Transponder im Einsatz, die einen barrierefreien, „handsfree“ Zutritt ermöglichen, d.h. Schlüssel bzw. Transponder bleiben in der Hand- oder Hosentasche.

Franziskus Hospital Bielefeld

Das Franziskus-Hospital wurde im Jahre 1869 von den Ordensschwestern des heiligen Franziskus gegründet. Heute ist es ein allgemeines Krankenhaus für die Regelversorgung. Mit 378 Betten und 850 Mitarbeitern fungiert es auch als Lehrkrankenhaus der Universität Hannover. In der Geräteausstattung führend, ist das Hospital Brustkrebszentrum, darüber hinaus spezialisiert auf Strahlentherapie, Onkologie sowie Radiologie – und es verzeichnet rund 1 000 Geburten im Jahr. In gleicher Trägerschaft stehen das St. Vinzenz Hospital in Rheda-Wiedenbrück und das Mathilden Hospital in Herford.

InSiTech GmbH, Verl

Die InSiTech GmbH ist eine 100 %ige Tochter der Nüßing GmbH. InSiTech versteht sich als lösungsorientierter Dienstleister und deckt mit einem breit gefächerten Portfolio alle Bereiche der Sicherheitstechnik ab. Von der mechanischen Schließanlage bis zum komplexen elektronischen Zutrittssystem mit Anbindung an Zeitwirtschaft, Gebäude-, Video- oder Alarmtechnik.