Neues Schließsystem DU

Erfahrung, Erfindergeist und Einfühlung in die Kundenwünsche und Bedürfnisse führen auch heute im Bereich mechanischer Schließzylinder zu innovativen und umfassenden Sicherheitslösungen. Das beweist CES jetzt mit der Präsentation seines neuen, und marktreifen DU-Schließsystems für den gehobenen Objektbau. CES-DU ist das Ergebnis einer konsequenten Innovationsstrategie, die das Know-how aller Mitarbeiter bündelt und fördert.

DU steht für „Double Under-cut“, d.h. für „Doppelten Hinterschnitt“ und weist damit auch gleich auf die wichtigste Neuerung gegen das unbefugte Kopieren von Schlüsseln hin: die zweifache Hinterschneidung in den seitlichen Profilierungen. Die sich daraus ergebende dreidimensionale Nut kann mit den nur zweidimensional wirkenden aktuellen Kopiertechniken nicht nachgebildet werden.

Das bis 2029 patentierte Schließsystem kann individuell und stufenweise den unterschiedlichsten Ausschreibungsanforderungen angepasst werden. Je nach Ausstattung erfüllt es die höchsten Anforderungen nach DIN 18252, DIN EN 1303 und den VdS-Richtlinien. Der CES-Schlüssel selbst besticht durch seine hochwertige Optik, die angenehm in der Hand liegende Form und die leichtgängige Übertragung des Schlüssel-Drehmoments. Dass sich das DU-Schließsystem jederzeit mit elektronischen Schließ- und Organisationslösungen von CEStronics kombinieren lässt, versteht sich von selbst. Sonderausführungen wie seewasserfeste und verschleißfeste Zylinder und die Eignung für Feuerschutztüren erweitern das Einsatzspektrum des DU-Systems.  

Das komplette Sicherheitspaket bei dem neuen Schließsystem bietet ein Höchstmaß an Einbruchsschutz und mit der Funktion des zweifachen Hinterschnitts umfassenden Schutz vor unbefugten Schlüsselkopien. Nachfolgend die spezifischen Sicherheits-merkmale im Einzelnen.

Gefederte Schwenkhebel  – sichere Sperre gegen Durchdrehen

Der neue DU-Schließzylinder besitzt zwei auf einer Seite angeordnete Schwenkhebel, die eine doppelte Sicherheitsabfrage an der Längsseite des Schlüsselprofils durchführen und damit auch gegen Schlagpicking wirksam sind. Beide Schwenkhebel sind drehend gelagert und werden mittels Druckfeder in ihrer Grundstellung gehalten. Der dahinter integrierte massive Sperrbalken ist mittels Feder in eine Nut des Gehäuses gedrückt und sichert den Kern so wirksam gegen Durchdrehen.

Ein berechtigter Schlüssel verfügt über zwei in Tiefe und Position definierte Einschnitte an der Schlüsselseite. Damit werden die entsprechenden Nuten des Sperrhebels genau in die richtige Position gebracht. Die Dornansätze des Sperrbalkens können jetzt einrasten; die Sperrung ist aufgehoben. Beim Einführen eines nicht berechtigten Schlüssels verbleiben die Schwenkhebel in Grundstellung, die Dornansätze des Sperrbalkens können nicht einrasten, dem Sperrbalken ist der Weg in den Kern verwehrt, der Zylinderkern kann nicht gedreht werden.  

Die seitliche Codierung des Schlüssels macht das Sicherheitsplus sichtbar

Auf der den Schwenkhebeln gegenüberliegenden Seite des DU-Zylinders sind als weitere sicherheitsentscheidende Merkmale im Kern bis zu fünf variabel einsetzbare, horizontal gelagerte Kontrollstifte integriert. Unberechtigte Schlüssel besitzen nicht die entsprechenden Bohrmulden, so dass sich die Kontrollstifte beim Einführen des Schlüssels nach außen in die Gehäusenut drücken und damit die Drehung des Zylinderkerns sperren.

Beim Einsatz eines berechtigten Schlüssels werden die Kontrollstifte dagegen in Richtung Zylinderkern gedrückt, der damit zur Drehung freigegeben ist. Das Sicherheitsplus der seitlichen Codierung ist für den Anwender direkt sichtbar, der Schlüssel wird so als wertiger und sicherer wahrgenommen.

Gefederter Bohr- und Ziehschutz  –  zusätzliche Sperrfunktion durch Hinterschnittabfrage  

Der neue CES-Zylinder besitzt als zusätzliche Sicherung – zu dem eigentlichen Bohr- und  Ziehschutz mit Bohrschutzplatte und Hartmetallstiften – im Gehäuse ein gefedertes Sperrelement aus gehärtetem Spezialstahl, das in die Nut des Zylindergehäuses eingreift und damit den Kern gegen Durchdrehen sperrt. Dieses Sperrelement führt eine konturbedingte Sicherheitsabfrage am Schlüssel durch.

Ist die nicht kopierfähige Profilrippe mit Hinterschneidung vorhanden, zieht die Profilrippe das Sperrelement zurück in den Zylinderkern, die Drehung ist freigegeben.