Elektronisches Schließsystem sichert bekannte Baumarkt-Gruppe

Sicherheit und Service im Fokus

Auch im Baumarkthandel sind ganzheitliche Sicherheitskonzepte entscheidend im Sinne von Nachhaltigkeit und Effizienz. Eine wichtige Rolle hierbei spielt das moderne Zutritts-Management.

Ein verändertes Kundenverhalten, der Ruf nach mehr Nachhaltigkeit und Transparenz, ein zunehmender internationaler Wettbewerb und straffe Personalstrukturen: Das sind nur einige Aspekte, die Handelsunternehmen und deren wirtschaftliche Erfolge weltweit nachhaltig beeinflussen. Hinzukommen Ladendiebstahl und organisierte Kriminalität, aber auch betriebsinterne Bestandsverluste. Nach einer aktuellen Erhebung des britischen Centre for Retail Research (CRR) beliefen sich die weltweiten Bestandsverluste von Handelsbetrieben zwischen Juli 2010 und Juni 2011 auf über 119 Milliarden US-Dollar und damit rund 1,45 Prozent des Umsatzes. Der globale Schwund im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ist somit um 12 Milliarden US-Dollar oder um 6,6 Prozent gestiegen. Gut 51 Milliarden Dollar oder rund 43 Prozent der gesamten Verluste gehen auf das Konto diebischer Kunden, von Einzeltätern bis hin zu organisierten Diebesbanden. (Quelle: Studie „The Global Retail Theft Barometer“ des CCR)

Hiervon betroffen ist auch die Baumarktbranche in Deutschland: «Selbst ist der Mann oder die Frau» – sei es im Haus, in der Wohnung oder im Garten. So verzeichnete insbesondere die Do-It-Yourself-Branche in den vergangenen Jahren viele Anhänger, wenn es um Reparaturen oder Sanierungen rund ums Eigenheim geht. Entsprechend beliebt sind Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte mit ihren vielschichtigen Sortimenten. Sie zählen zweifelsohne aber auch zu den begehrtesten Zielen von Ladendieben. „In einem Bau- und Heimwerkermarkt sind viele sehr unterschiedliche Bereiche zu sichern“, erklären Tino und Dennis Konnertz, Geschäftsführer der Konntec Sicherheitssysteme GmbH. „Dazu zählen die Filiale selbst, das Außengelände wie auch die Waren auf der Verkaufsfläche bis hin zum Lager.“ Das Traditionsunternehmen zählt deutschlandweit zu den renommierten Anbietern moderner, skalierbarer Sicherheitstechnik und zu den führenden mittelständischen Errichtern zukunftsfähiger Schließ- und Sicherheitsanlagen.

Zentrales Zutritts-Management

In Fragen der Sicherheit ist daher auch in Baumärkten die Kompetenz von Sicherheitsspezialisten gefragt. „Viele unterschiedliche Maßnahmen greifen hier ineinander“, so Tino Konnertz, „von der Artikelsicherung, Brand- und Einbruchschutz, Videoüberwachung, Fluchttürsicherung bis zur umfassenden Zutrittskontrolle.“ Für einen der führenden Baumärkte in Deutschland installierte Konnertz flächendeckend in Deutschland zum Beispiel eine zukunftsfähige Zutrittskontrolle der C.Ed. Schulte GmbH (CES), Spezialist für Schließanlagen und elektronischen Zutrittskontrollsystemen.

Die kabellos ansteuerbare Schließlösung bietet langfristige Sicherheit und eine deutliche Effizienzsteigerung. „Eingesetzt werden die Systeme jeweils an den Personaleingängen in den einzelnen Filialen“, so Dennis Konnertz. Die Lösung, das elektronische Schließsystem OMEGA basiert auf moderner Funk- und Transpondertechnologie. Sie umfasst neben einem elektronischen Beschlag eine spezielle Software (CEStronics Suite) sowie den Access Point (Funkschnittstelle), der die einzelnen Zutrittsbereiche per Funkverbindung mit dem zentralen Server vernetzt. Mit der Software lassen sich Schließberechtigungen schnell und einfach programmieren und über den Access Point per Funk bundesweit an die jeweiligen Zugänge des Handelsunternehmens übertragen. Auf gleiche Weise erfolgt die Rückmeldung von Ereignissen an den Leitrechner. Weitere Vorteile des Systems: Aufgrund der Technologie sind eine aufwendige Verkabelung und damit zusätzliche, meist kostenintensive Baumaßnahmen nicht nötig. Im Ergebnis wird hiermit neben der Sicherheit ein Mehrwert durch effiziente filialspezifische Prozesse erreicht, indem das Tagesgeschäft für die Mitarbeiter vereinfacht wird.

Zentralisiertes Berechtigungsmanagement

So wurde der Server in die Zentrale der Konntec Sicherheitssysteme GmbH verlegt. Vor hier aus werden für alle Baumärkte die Schließberechtigungen nach den organisatorischen und sicherheitstechnischen Kundenanforderungen vergeben oder – etwa bei Schlüsselverlust – entzogen und mittels Mausklick wieder neu programmiert. Dazu Dennis Konnertz: „Um eine höhere Sicherheit zu gewährleisten, sind die Schließberechtigungen innerhalb bestimmter Zeitfenster festgelegt. Danach werden die Schließmedien zwar noch gelesen, die Tür bleibt aber verschlossen.“ Jedoch sind die Zugänge von innen – auch durch die Panikfunktionen – jederzeit zu öffnen.

„Mehrere hundert Standorte deutschlandweit über eine Zentrale zu betreuen, ist eine besondere Herausforderung, der wir uns gerne stellen“, so Tino Konnertz. Durch das zentrale Betreuungskonzept, die ausgereifte wie auch zukunftsfähige Technologie und den ergänzenden Service erhöht der Anwender die Sicherheit. Daneben spart er Zeit, die er nun verstärkt den Kunden widmen kann. Für Dennis und Tino Konnertz ist das ehrgeizige Projekt daher ein erneuter Beweis, dass sie mit ihrem ganzheitlichen Konzept für den Handel richtig liegen. „Geht nicht, gibt’s nicht bei uns“, meinen die beiden Sicherheitsexperten abschließend. „Wir bieten bundesweit eine einheitliche Betreuung, die alles umfasst: von der Planung, Finanzierung, Technikwahl und -implementierung bis zum personalisierten Service, Wartung und Betreuung vor Ort.“ Handfeste Vorteile, auf die ihre Kunden längst nicht mehr verzichten möchten.

Die Studie...

„The Global Retail Theft Barometer“ des CCR basiert auf der Befragung von knapp 1.200 Handelsunternehmen in 43 Ländern, die insgesamt rund 250.000 Märkte und Shops repräsentieren. Länderspezifisch verbergen sich hinter den weltweiten Durchschnittszahlen des CCR deutliche Unterschiede. So sind in Indien (2,38 % vom Umsatz), in Russland (1,74 %) und in Marokko (1,72 %) die höchsten Schwundraten zu verzeichnen. Dagegen weisen Taiwan (0,91 %), Hongkong (0,95 %) sowie Japan, Österreich und die Schweiz (jeweils 1,04 %) die niedrigsten Quoten auf. Der deutsche Einzelhandel bewegt sich mit einem Warenschwund von 1,2 Prozent ebenfalls im unterdurchschnittlichen Bereich.